Tagungsprogramm

Infrastruktur Bauwerke

Fachtagung Wasser 2020
Messezentrum Thun Expo
Donnerstag, 19. November 2020


08.30 | Eröffnung der Fachtagung Wasser 2020 mit Leistungsshow und Ausstellung


09.20 - 09.30 | Begrüssung und Tagesmoderation

Jeannette Lippuner, Wasserrechtsexpertin, Maienfeld


09.30 - 09.55 | Einsatz von Pumpsystemen

Der Einsatz von Pumpsystemen muss gut durchdacht und überlegt sein. Verschiedene Gesichtspunkte wie Effizienz, Betriebspunkt und mögliche bauliche Massnahmen sollten berücksichtigt werden. Es werden praxisnahe Überlegungen zu Pumpenwahl, Festlegung der geodätischen Pumphöhe, Druckverlusten, Druckzonen, Zuführung und Frequenzumformerbetrieb dargestellt. Sodann wird auf die zu berücksichtigenden Kriterien beim Ersatz von Pumpsystemen wie Kavitation, Korrosionsschutz, Schäden durch Wirbelströme und Stromversorgung Netz nach DACHCZ eingegangen. Ebenfalls werden die Lebenszykluskosten betrachtet.

Hanspeter Bachmann, Verfahrensingenieur, Reatech AG, Rotkreuz


10.00 - 10.30 | Zustandsbasierte Erneuerungen von Bauwerken

Der öffentliche Raum ist stark bedrängt. Bauwerke der Wasserversorgung im städtischen Umfeld sind von äusseren Einflüssen zunehmend beeinflusst. Mit welchen Methoden sollen solche Bauwerke beurteilt werden? Zudem steht seitens der Entscheidungsträger immer wieder die Frage im Raum, ob diese saniert oder sogar ersetzt werden sollten. Wer trägt die Kosten? Anhand von einfachen Instrumenten wird aufgezeigt, wie die Bauwerke beurteilt und faire Kostenteiler angewendet werden können.

Martin Jutzeler, Leiter Systemoptimierung und strategische Planung ewb, Bern


10.40 - 11.10 | Pause, Diskussion, Leistungsshow und Ausstellung


11.20 - 11.50 | Überlegungen zu Netzbauwerken

Der Neubau und die Erweiterung von Leitungen werden in der Praxis häufig als offensichtliche und erwiesene Lösungen eingesetzt. Neben hohen Erstellungs- und Instandsetzungskosten resultiert dabei tendenziell eine Überdimensionierung des Netzes. Wasserstagnation, hohe Verweilzeiten des Wassers im Netz und hygienische Bedenken sind dabei die Folgen. Alternativen können Netzbauwerke darstellen. Anhand eines Beispiels aus der Praxis werden die hydraulischen und baulichen Voraussetzungen aufgezeigt, welche zu berücksichtigen sind und für den Bauherrn neue Alternativen bieten können.

Maurice Boulos, MSc Env-Engin. ETH, uli lippuner ag, Sargans


11.55 - 12.45 | Apéro in Ausstellung


12.45 - 13.45 | Mittagessen in Ausstellung


13.55 - 14.25 | Grundwasserbrunnen – wie weiter?

Die Ressource Grundwasser steht unter Druck – insbesondere wegen Fremdstoffen aus der Landwirtschaft, aber auch von belasteten Industrie- und Gewerbestandorten, von Verkehrsflächen und aus der Siedlungsentwässerung. Die zunehmende Urbanisierung der Schweiz verunmöglicht es zudem häufig, die notwendigen Flächen für den Schutz der Grundwasserfassungen bereitzustellen. Zudem beginnen klimatische Veränderungen, sich auf das Grundwasser auszuwirken. Berichte von der Aufhebung von Grundwasserbrunnen häufen sich. Sind Grundwasserbrunnen noch zukunftsfähig?

Otmar Deflorin, Dr. ès sc, Kantonschemiker, Bern


14.30 - 15.00 | Reservoirneubau oder -sanierung

Reservoire sind zentrale Bestandteile der Wasserversorgungen mit einer langen Lebensdauer und werden daher oft als «Jahrhundertbauwerke» bezeichnet. In den Kammern wird Trinkwasser gelagert, um das Versorgungsgebiet mit genügend und konstantem Druck zu versorgen sowie Verbrauchsspitzen und Störfälle aufzufangen. Diese Bauwerke haben einen grossen Einfluss auf die Qualität des Trinkwassers und sind stetig zu unterhalten. Entsprechen insbesondere die Kammern eines Reservoirs nicht mehr den lebensmittelrechtlichen und technischen Anforderungen stellt sich oftmals die Frage, ob eine Sanierung oder ein Neubau die richtige Lösung ist. Zur Beantwortung dieser Frage werden die massgebenden Kriterien und Entscheidungsgrundlagen aufgezeigt. Zudem wird erläutert, auf welche baulichen und technischen Details und Merkmale sowohl bei einer Sanierung als auch bei einem Neubau unbedingt zu achten ist, um das Reservoir nach der Investition möglichst lange nutzen zu können.

Martin Frey, Betriebsingenieur Wasserverbund Region Bern AG, Bern


15.00 - 15.10 | Diskussion und Verabschiedung

Roberto Pianta, Dipl. Ing. ETH, Widen


15.10 - 16.00 | Rundgang Ausstellung und Apéro