Tagungsprogramm 2019

Infrastruktur Leitungsnetz

Fachtagung Wasser 2019
Vaduzer Saal, FL-9490 Vaduz
Donnerstag, 21. November 2019


08.30 | Eröffnung der Fachtagung Wasser 2019 mit Leistungsshow und Ausstellung


09.20 - 09.30 | Begrüssung und Tagesmoderation

Daniela Guardia-Lippuner, Betriebsökonomin FH, Maienfeld


09.30 - 09.55 | Leitungsnetze in die Zukunft führen – mehr als nur Werterhalt!

50 Tonnen Wasser liefert eine typische Wasserversorgung pro Jahr an jede Person. Dies geschieht mit ausgedehnten Verteilnetzen, welche in den meisten Städten und Dörfern über Generationen aufgebaut wurden. Auch unsere Generation hat die anspruchsvolle Aufgabe diesen Service Public in die Zukunft zu führen. Dabei genügt es nicht, sich nur am Bestehenden zu orientieren. Ein reiner Werterhalt orientiert sich an den Bedürfnissen der Vergangenheit und nicht an den Bedürfnissen der Zukunft. Im diesem Spannungsfeld der sich wandelnden Anforderungen und technisch-wirtschaftlichen Fragestellungen werden die strukturellen Eigenheiten von Trinkwasserleitungsnetzen aus einer übergeordneten Perspektive beleuchtet. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, was aus Sicht der Netzentwicklung wünschenswert wäre und was im Rahmen von heutigen politischen, finanziellen und baulichen Möglichkeiten umgesetzt werden sollte.

Prof. Dr. Max Maurer, Institut für Umweltingenieurwissenschaft, eawag/ETH Zürich


10.00 - 10.30 | Trinkwasserversorgung mit Weitsicht

Viele Trinkwasserversorgungsanlagen von kleinen und mittelgrossen Gemeinden sind in die Jahre gekommen. Auf den ersten Blick erscheint es opportun, bestehende Bauwerke und Leitungsabschnitte mit sukzessiven Erneuerungsmassnahmen zu sanieren. Das auf diese Weise langfristig erzielbare Gesamtergebnis befriedigt jedoch in vielen Fällen nicht. Neue Anforderungen oder Wunschziele einer zukunftsorientierten Wasserversorgung stehen oft im Widerspruch zur historisch gewachsenen Infrastruktur. Geht es darum, mit konkreten Bauentscheiden eine nachhaltige Veränderung im Trinkwasserbereich herbeizuführen, stehen politische Gemeinden mitunter vor grossen Herausforderungen. Am Beispiel der bündnerischen Gemeinde Schiers wird der Handlungsspielraum anhand einer konkreten Ausgangslage im ländlichen Raum aufgezeigt. Dabei werden neben den technischen Aspekten einer möglichen Optimierung auch die betrieblichen Verflechtungen mit Nachbarversorgungen sowie die Grenzen der politischen und finanziellen Machbarkeit ausgeleuchtet.

Ueli Thöny, Gemeindepräsident, Gemeinde Schiers


10.40 - 11.10 | Pause, Diskussion, Leistungsshow und Ausstellung


11.20 - 11.50 | Leitungsbau Up To Date - Welches sind die Herausforderungen beim modernen Leitungsbau?

Vor hundert Jahren beinhaltete der Leitungsbau viel Handarbeit und hohe Materialkosten. Inzwischen hat sich die Technik gewandelt und neue Optimierungsaspekte sind hinzugekommen. Noch immer ist aber der Leitungsbau, im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit, eine anspruchsvolle Aufgabe für Planer, Bauleiter und ausführende Unternehmer. Anhand von Praxisbeispielen werden aktuelle Problempunkte im Leitungsbau und deren Lösungsvorschläge aus Sicht des Praktikers aufgezeigt. Dies betrifft einerseits konzeptionelle Aspekte wie Dimensionierung, Verbindungen, Leitungsführung oder Materialwahl im Kontext der baulichen Realisierung. Anderseits sollen wichtige Faktoren des Baustellenmanagements und der erforderlichen Schlüsselqualifikationen von Bauunternehmungen zur Sprache kommen, welche ein Leitungsprojekt zum Erfolg führen.

Heinrich Denoth, Leiter der Wasserversorgung St. Moritz


11.55 - 12.45 | Apéro in Ausstellung


12.45 - 13.45 | Mittagessen in Ausstellung


13.55 - 14.25 | Instrumente Leitungsmanagement

Wasserleitungsnetze von Gemeinden und Städten bergen immense Kapitalwerte, welche einer fortlaufenden Werterhaltung bedürfen. Moderne Planungsinstrumente helfen, Zeitpunkt und Umfang von erforderlichen Massnahmen im Voraus zu kennen. Wird eine Sanierung zu früh ausgelöst, kann unnötig Kapital vernichtet werden. Ebenso kann auch bei einer zu spät ausgeführten Intervention viel Geld verloren gehen. Ein gutes Werterhaltungsmanagement soll dies verhindern. Zu diesem Zweck wurden leistungsfähige, EDV-basierte Planungsinstrumente entwickelt, welche seit vielen Jahren in Anwendung sind. Die Zuverlässigkeit solcher Instrumente kann heute in Bezug auf die im Einzelfall effektiv eingetretene Zustandsentwicklung verifiziert werden. Es wird aufgezeigt, wie sich diese Instrumente im Alltag bewährt haben.

Dr. Daniela Fuchs-Hanusch, Dipl. Ingenieurin, TU Graz


14.30 - 15.00 | Effizienz in der Materialwahl

Guss, Kunststoff oder Stahl? Es stellt sich die Frage, wie man bei der Materialfrage die Übersicht behält. Bei der Verwendung ist der richtige Einsatzort entscheidend. Hinzu kommt die Wahl einer korrekten Verbindung, welche oft Vertrauenssache ist. Es gibt nicht ein bestimmtes Material für alle Anwendungen! In der Praxis ist in jedem Fall die konkrete Anwendung zu prüfen. Dabei spielt auch der Untergrund eine zentrale Rolle. Ein besonderes Augenmerk verlangt die Bettung und Bausituation. Es wird aufgezeigt, wie die Materialwahl effizient gestaltet werden kann, denn für jede Anwendung gibt es das optimale Material mit der zum System passenden Verbindung.

Matthias Jacober, FS Wasser, Abwasser, Gewässer, Glarus Nord


15.00 - 15.10 | Diskussion und Verabschiedung

Roberto Pianta, Dipl. Ing. ETH, Widen


15.10 - 16.00 | Rundgang Ausstellung und Apéro