Tagungsprogramm

Wasser und Klima

Eventhallen Trafo Baden
Donnerstag, 21. November 2024


08.30 | Eröffnung der Lippuner Fachtagung 2024 mit Leistungsshow und Ausstellung


09.20 - 09.30 | Begrüssung und Tagesmoderation

Jeannette Lippuner, Wasserrechtexpertin, Bad Ragaz


09.30 - 09.55 | Klimabedingte Extremereignisse: Auswirkungen und Trends

Das Alpenland Schweiz galt lange als Wasserschloss Europas, ausgestattet mit grünen Landschaften, scheinbar unerschöpflichen Speichern und zuverlässigen Niederschlägen. Hitzerekorde, Dürreereig­nisse und Ernteausfälle waren Phänomene anderer Kontinente - bis zum legendären Hitzesommer. Was 2003 noch als klimatischer Ausreisser galt, hat sich seither in Europa und der Schweiz mehrere Male wiederholt. Extreme Sommertrockenheit, gepaart mit markantem Gletscherschwund und Schnee­armut, beeinträchtigt nicht nur Schweizer Gewässer, sondern auch Wälder, die Landwirtschaft, die Energieversorgung und Industrien. Wie wirken sich klimabedingte Extremereignisse auf die Wasser­verfügbarkeit aus? Wie geht der Trend weiter? Und welchen Beitrag leistet die Forschung, um gegen zukünftige Extremereignisse gewappnet zu sein? Der Vortrag greift diese und weitere Fragen auf.

Astrid Björnsen, Umweltnaturwissenschaftlerin, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf


10.00 - 10.30 | Klimaangepasste Wasserversorgung

Längere Trockenperioden stellen die Wasserversorgungen vor zusätzliche Herausforderungen. Sich ändernde Randbedingungen und zunehmende Anforderungen führen zu der Notwendigkeit, die Zu­kunftsfähigkeit zu bewerten. Die Versorgungsinfrastruktur muss strategisch weiterentwickelt werden. Wie geht das? Mit einem integralen Wassermanagement schafft der Kanton Thurgau die Vorausset­zungen für eine langfristig gesicherte und ökonomische Versorgung der Bevölkerung, der Landwirt­schaft sowie der Wirtschaft mit genügend einwandfreiem Trink-, Brauch- und Löschwasser unter Be­rücksichtigung der prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen.

Dominique Zimmer, Abteilung Gewässerqualität und -nutzung, Amt für Umwelt des Kantons Thurgau, Frauenfeld


10.40 - 11.10 | Pause, Diskussion, Leistungsshow und Ausstellung


11.20 - 11.50 | Zukunftsmodell regionale Wasserbeschaffung

Um die Trinkwasserversorgung im Bünztal und im Reusstal langfristig zu sichern, entstand das Generationenprojekt Wasser2035. Der Nachweis der technischen Machbarkeit war schnell gemacht. Für eine funktionierende regionale Zusammenarbeit waren aber noch viele weitere Anstrengungen nötig. An diesem konkreten Beispiel werden die Chancen und Herausforderung von einer regionalen Was­serbeschaffung aufgezeigt, damit genügend Wasser heute und morgen zur Verfügung steht.

Giovanni Romeo, Geschäftsführer IKA Wasser2035, Wohlen


11.55 - 12.45 | Apéro in Ausstellung


12.45 - 13.45 | Mittagessen in Ausstellung


13.55 - 14.25 | Kleinwasserkraftwerk – lohnt sich die Investition?

Kleinwasserkraftwerke gelten als umweltfreundliche und nachhaltige Energiequellen, die lokal erneuerbaren Strom erzeugen. Dabei stellt sich auch die Frage, ob sich die Investition lohnt. Welche Förderinstrumente gibt es heute und wie sehen die Rahmenbedingungen aus? In welchen Fällen rechnet sich eine Anlage? Diesen Fragen wird mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit und anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis nachgegangen.

Joëlle Kitamura, Abteilungsleiterin Wasserbau und Wasserkraftanlagen, IM Maggia Engineering SA, Zürich


14.30 - 15.00| Mit dem SNBS Infrastruktur zu einer nachhaltigeren Wasserversorgung

Bislang wurden Bauwerke der kommunalen Infrastruktur im Wesentlichen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geplant und ausgeführt. Wie können in Zukunft bestehende Bauwerke nachhaltig bewirtschaftet oder neu zu errichtende Bauwerke unter Berücksichtigung der Aspekte der Nachhaltig­keit gebaut werden? Und wie lässt sich Nachhaltigkeit überhaupt messen und steuern? Dabei soll der Standard SNBS-Infrastruktur helfen. Inwiefern dies für den Bauherrn von Vorteil ist und welche Herausforderungen damit verbunden sind, soll anhand praktischer Beispiele aufgezeigt und diskutiert werden.

Stephan Wüthrich, Technischer Sekretär SNBS-Infrastruktur, Netzwerk nachhaltiges Bauen Schweiz, Zürich


15.00 - 15.10 | Diskussion und Verabschiedung

Roberto Pianta, Dipl. Ing. ETH, Widen


15.10 - 16.00 | Rundgang Ausstellung und Apéro


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